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Medienkonzept an der Schwarzburgschule

1.    Bisheriger Prozess

Das Thema „Computer“ wurde durch die technologischen Entwicklungen in der Gesellschaft an die Schule heran getragen. Vereinzelt hatten Eltern in ihren Klassen ausrangierte Computer den interessierten Lehrerinnen gespendet. Erstmalig waren am 12.11.1997 Computer Thema in einer Gesamtkonferenz. Innerhalb der Elternschaft gab es kontroverse Standpunkte. Teile der Elternschaft wollten den Computer überhaupt nicht in einer Grundschule sehen, andere unterstützten durch Sach- und Arbeitsspenden tatkräftig.

Es mussten beträchtliche Mittel vom Budget zur Verfügung gestellt werden. Dies erforderte eine breite Diskussion und einen weitgehenden Konsens. Im Schuljahr 1997/1998 fand für Eltern ein Computerinformationsabend des Fördervereins statt. Ein help-Mitarbeiter aus Hofheim stellte das Budenberg-Programm vor. In der Folge wurden drei multimediale Computer angeschafft, so dass - zusammen mit einem bei Radio FFH gewonnenen - jedes Stockwerk über ein solches Gerät verfügte, das nicht nur das Abspielen von CD-ROMs, sondern potentiell auch einen Internet-Zugang erlaubte. Das Einrichten des Internet-Zugangs war mit beträchtlichen technischen Hindernissen verbunden und ließ noch ein weiteres Jahr auf sich warten.

Im Schuljahr 2000/2001 kam es durch den Einsatz eines Vaters zu einem neuen Impuls. Es bildete sich die Computer-AG von Eltern und Lehrerinnen, die sorgfältig die technischen und pädagogischen Voraussetzungen des Computereinsatzes an der Schwarzburgschule eruierte. Wegen eines Spendenaufrufs kam es zu heftigen Auseinandersetzungen im Elternbeirat. Im November fanden daher zwei Schulelternbeiratssitzungen zum Thema Computer statt (7.11.2000 und 30.11.2000). Am 11.11.2000 lud derselbe Vater zu einem Computernachmittag für Eltern und Schüler ein. Auf einem Stockwerk stellten Schüler verschiedene Einsatzmöglichkeiten des Computers im Unterricht den Eltern vor.

Bei einer Befragung der Klassenlehrerinnen zum unterrichtlichen Einsatz des Computers vom Oktober 2000 antworteten 2 Klassenlehrerinnen, dass der Computer bisher nicht im Unterricht eingesetzt wurde, 15 nutzten ihn wie folgt: in den A/S-Stunden, während der freien Arbeit, für die Wochenplanarbeit, zur Textverarbeitung, zur Förderung und Differenzierung, zum Schreiben von E-Mails und für die AGs (Mathe-, Zeitungs-, Computer-AG).

Seit August 2000 verfügt die Schwarzburgschule über eine Homepage (www.schwarzburgschule.de), an der zu Beginn auch Schüler mitarbeiteten. Wegen Schülerfotos im Netz kam es zu einer Auseinandersetzung mit dem Schulelternbeirat.

In der Gesamtkonferenz vom 22.01.2001 wurden beträchtliche Mittel zur Aufrüstung gespendeter PCs bewilligt. Danach war die Schwarzburgschule lange mit der technischen Umsetzung (Aufrüsten, Vereinheitlichung der Software, Vernetzung) beschäftigt. Zudem erhielt die Schwarzburgschule 2001 über Elternkontakte zwei Spenden mit einheitlichen PCs (6 Pentium-Rechner der Flughafen AG und zwei mal 8 Pentium-Rechner der Hypo-Bank).

Während des bisher beschriebenen Zeitraums nahmen zahlreiche Kolleginnen an Weiterbildungsaktivitäten teil und investierten persönliche Mittel in die Ausstattung ihres Arbeitsplatzes. Insbesondere besuchten 5 Kolleginnen die Internet-Weiterbildungsinitiative der Sparkasse 1822 und 13 Kolleginnen nahmen an einer schulinternen Intel-Schulung teil.

Nach dem Einreichen eines Schulkonzeptes zum Einsatz neuer Medien im Unterricht (22.01.2001), erhielt die Schwarzburgschule folgende Investitionen / Unterstützungen vom Stadtschulamt der Stadt Frankfurt: Installation einer EDV-Vollverkabelung im Jahr 2003, Aktivierung des Gebäudenetzes mit Anbindung an das städtische Datennetz und 39 Spenden-Rechner im Rahmen der Kooperation mit dem Caritas-Verband. In Bezug auf die Vollverkabelung des Gebäudes gab es in der Lehrerschaft beträchtlichen Unmut wegen der Arbeiten zur Vorbereitung der Baumaßnahme. Die Elternschaft übernahm dann das Vorbereiten aller Unterrichtsräume. Die Aufrüstung der Caritas-Rechner erforderte durch das Investieren in Lizenzen beträchtliche Mittel des Budgets.

Seit dem Schuljahr 2002/2003 hat eine Kollegin eine Schuldeputatstunde für IT. Sie pflegt den Kontakt zu fraline und gibt den Kolleginnen Hilfestellungen. Der Medienverbund Grundschule Frankfurt wurde durch Anregungen der Schwarzburgschule initiiert.

2.    Aktueller Stand

2.1  Ausstattung

-       1 Computerarbeitsraum mit 8 PCs, an denen jeweils zwei Kinder arbeiten können und schwarz-weiß Drucker

-       2 Schüler-PCs pro Klassenraum mit einheitlichem Betriebssystem und Officepaket sowie festgelegten Computerregeln

-       Ein Netzwerk-Drucker pro Stockwerk (vernetzt mit den Schüler-PCs)

-       2 interaktive Tafeln auf jedem Stockwerk

-       Ein Filmraum mit Beamer und Laptopanschluss im 2.Stock

-       Ein Lehrerarbeitsplatz pro Stockwerk:

-       Parterre und 2. Stock mit Farbdrucker und Scanner

-       1. und 3. Stock jeweils mit schwarz-weiß Drucker

-       PC in Schülerbibliothek „Bücherwurm“ mit Littera-Bibliothekssoftware

-       Homepage www.schwarzburgschule.de

2.2  Nutzung

-       Einsatz der interaktiven Tafeln während des Unterrichts

-       Einsatz von Lernsoftware in der A/S-Zeit, während der freien Arbeit und in Förderkursen: Lernwerkstatt 8 (Mathe, Deutsch, Wahrnehmung und Logik, Englisch, Französisch, Sachkunde), Antolin (Programm zur Leseförderung für alle 2., 3. und 4.Klassen seit Schuljahr 2008/2009), Klex (Programm zur lerntherapeutischen Rechtschreibung), Hexenklex (Programm zum lerntherapeutischen mathematischen Grundverständnis)  Blitzrechnen, Budenberg (Mathe, Deutsch, Sachkunde, Englisch), Lollipop (Deutsch, Englisch, Französisch, Mathe, Sachunterricht, Musik, Religion, Ethik)

-       Online-Recherche der Schüler im Unterricht über www.blinde-kuh.de und www.fragfinn.de

-       Schreiblabor (Welt der Laute, Buchstaben und Wörter)

-       Tippfix (Schreibmaschinenprogramm)

-       Interaktive Tafelbilder (z.B. Mathe: Zahlenbuch, Zahlenbuch – Arbeitsheft)

-       „Sammel mit“ (alte Farbtoner werden gesammelt und an die Aktion „Sammel mit“ verschickt). Der Erlös der gesammelten Kartuschen geht an unsere Schülerbücherei „Bücherwurm“.

-       Vor-/ Nachbereitung von Unterricht 

3.    Perspektive

-       Installation der zweiten interaktiven Tafel im 2. Stock

-       Fortbildungen zur Nutzung der interaktiven Tafeln

-       Instandhaltung und Aktualisierung der schuleigenen Homepage

Unsere Computerregeln

  • Ich arbeite und spiele nur am Computer meiner Klasse.
  • Ich wähle aus den angebotenen Programmen aus.
  • Ich trage mich in die Computerliste ein.
  • Ich achte darauf, nicht länger als 15 Minuten zu arbeiten und zu spielen.